Wiederholung macht den Meister – Buchnotizen besser nutzen mit Readwise

Das fantastische Programm Readwise

Die meiste Zeit meines erwachsenen Leselebens habe ich Notizen kaum Beachtung geschenkt. Ausnahme war die Studentenzeit in der das geschäftige Abschreiben (Exzerpieren klingt noch viel wichtiger) einzelner Buchstellen einigen Unitagen zumindest etwas produktiven Glanz verleihen konnte. Was ich da aber eigentlich tat oder wie ich es richtig oder besser machen konnte, wusste ich allerdings nicht.

Bisschen Larsson und Schätzing im Nachtzug nach Lissabon

Nach überstandenem Studium und während der ersten Berufsjahre wurde es ganz ruhig um das Notizenmachen. Lesen beschränkte sich in diesen Jahren auf den Politik-, Wirtschafts- und Kulturteil der Zeitung … also gut: Sport und Vermischtes trifft es wohl eher. Hier und da ein Buch mit den Füßen im Sand in der Urlaubszeit. Bisschen Larsson und Schätzing im Nachtzug nach Lissabon – solche Sachen halt. Nicht der Rede und vor allem nicht der Notizen wert. Was will man bei Büchern zur Unterhaltung und News zur Mitreden auch notieren.

Mit dem Schritt in die weite Welt der Selbstständigkeit änderte sich der Buchgeschmack – Sachbücher waren plötzlich (auch aus dem Wunsch mit dem neuen Lebensmodell zu überleben) deutlich höher im Kurs und Bücher zur Selbsthilfe oder persönlichem Wachstum nicht mehr in der einst belächelten Hare-Krishna-Ecke meines beschränkten Horizonts. Zaghaft begann ich neuerworbenes Wissen festzuhalten und Notizen von hilfreichen, tröstlichen oder für mich wegweisenden Sätzen zu machen. Das Schreiben (übrigens viel mehr als das Tippen) hilft ja erwiesener Maßen, die Gedanken zu ordnen. Gelesenes wird besser behalten. So weit, so gut. Einziges Manko der Notizen schon damals: waren die Erkenntnisse erstmal zu Papier gebracht, wurden sie von mir selten – selten meint natürlich meistens eher nie – wieder aus dem Regal geholt. Gewusst wo etwas zu welchem Thema steht hätte ich sowieso nicht. Ordnung der Gedanken stellt leider noch keine Ordnung im Kopf her.

Pixabay

Das Aufkommen von Hörbüchern und vor allem Ebooks verzehnfachte dann zwar mein Notizenanzahl (Markieren durch den Finger oder direktes aufschreiben in der App) und ich wusste auch wo ich was wiederfinde, aber die Disziplin, mir gemachte Notizen nochmals anzusehen und bei einer Tasse Tee in Ruhe darüber zu reflektieren, habe ich definitiv nicht. Besonders wenn kalifornische Algorithmen mir nach dem Beenden eines Buchs immer gleich neue (und meist gute) Leseaufträge geben. Fast jeder wird zustimmen dass Notizen eine feine Sache sind. Nur: eine kurze Gedankennotiz zu machen ist nett und besser wie nichts. Mehr allerdings – außer man ist Rain Man – auch nicht. Das Gehirn braucht die Wiederholung von neuen Informationen, das Einsickern in das Unterbewusstsein.

Dieses Luxusproblem mit meinen elektronischen Notizen hat für mich seit kurzem das fantastische Programm Readwise gelöst. Nun sehe ich einen Teil meiner Notizen täglich wieder – automatisch und ohne dass ich daran denken muss. Seitdem tanzen meine Neuronen Tango, machen neue Neuronenkinder und leben glücklich und zufrieden im Unterbewusstsein weiter.

So funktioniert es:

  • Du meldest dich bei Readwise an. Es gibt ein kostenlose Testphase von 30 Tagen.
  • Das Programm synchronisiert deine Notizen von bekannten Lese- und Notizprogrammen, z.B. von
    • Amazon Kindle
    • iBooks
    • Medium
    • Instapaper
    • ….
  • In der Folge bekommst du – nach wissenschaftlich erwiesen-effektiver „Spaced Repetition Methode“ – tägliche oder wöchentliche Emails oder Benachrichtigungen mit deinen Notizen. Diese kannst du dann zur besseren Ordnung ganz leicht verschiedenen Oberkategorien zuordnen, z.B. Finanzen, Routinen, Allgemeinbildung, Gesundheitswissen, ….
  • Readwise Lite kostet dich 2,99 $ pro Monat. Darin enthalten sind die oben beschriebenen Basisfunktionen. Mit der ausgeweiteten Mitgliedschaft (wie ich sie nutze), sind noch ein paar praktische Zusatzfeatures (z.B. kann ich meine Notizen regelmäßig zu Evernote exportieren) enthalten. Dieses Modell kostet dann 4,99 $ pro Monat. Mehr Infos zur Preis und Leistung hier

Der Lerneffekt durch die konstante Wiederholung – und hier spreche ich mit Überzeugung und eigener Erfahrung – ist gigantisch. Für mich ist es eine sehr lohnenswerte Investition, aus meinen Büchern ein Vielfaches an Nutzen zu ziehen. Überzeuge dich selbst und teste Readwise gratis für 30 Tage.

Stolz und Glück

Seit heute ist mein Buch ‚Surfen auf der Wissenswelle – Erfolgreicher werden durch das richtige Mindset für Körper, Geist und Mindset‘ bei Amazon erhältlich, welches ich zusammen mit Lars Wrobbel verfasst habe. Die Endorphine tanzen Tango und ich bin stolz wie Oskar Bolle und aufgeregt wie ein verliebter Teenager mit drei doppelten Espresso intus. Ich bin dankbar und glücklich in der heutigen Zeit zu leben, die uns unendliche Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung bietet. Noch vor 15 Jahren wäre es nahezu unmöglich ein Buchprojekt wie dieses ohne Verlag im Rücken auf den Weg zu bringen.

Worum es in dem Buch genau geht? Hier die Antwort:

Es gibt im deutschsprachigen Netz zu jedem nur erdenklichen Wissensgebiet fantastische Blogs und YouTube-Kanäle bzw. Vlogs und Podcasts. Da es für viele Leute zeitlich schwierig bis unmöglich ist, mit der Content-Flut Schritt zu halten, ist mit Surfen auf der Wissenswelle – Erfolgreicher werden durch das richtige Mindset für Körper, Geist und Geldbeutel eine Art Best Of Buch entstanden, welches auf der einen Seite die Macher (und ihre Plattformen) dieser modernen Art der Wissensvermittlung vorstellt und sie auf der anderen Seite auf praxisnahe Fragen antworten lässt. Inspiration für die Idee war u.a. Tim Ferriss mit seinen Büchern ‘Tools of Titans’ und ‘Tribe of Mentors’. Es gibt 3 Oberkategorien:

  • Finanzen & Business
  • Gesundheit & Sport
  • Persönliche Entwicklung und Inneres Wachstum

Für jede Kategorie bekamen 23 Experten jeweils ein Set aus 25 Fragen von denen mindestens 10 beantwortet werden mussten. Ziel des Buches ist es, einen Überblick über die deutschsprachigen Wissensvermittler 2.0 und ihren tollen Content zu geben und gleichzeitig konkret anwendbare Tools und Tipps in drei Bereichen zu vermitteln, die jeden früher oder später direkt oder indirekt betreffen werden.

Ohne unsere fantastischen Experten, die Tag für Tag ihr Wissen vermitteln, wäre das Buch eher im Pixi-Format erschienen, deswegen an dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an:

Aus dem Bereiche Finanzen & Business:
Kolja Barghoorn – Aktien mit Kopf, Albert Warnecke – Der Finanzwesir, Daniel Korth – Der Finanzrocker, Alex Fischer – Reich mit Plan, Luis Pazos – Nur Bares ist Wahres, Nico Hintze – Finanzglück, Horst Lüning – Unterblog, Dr. Ronald Kandelhard – Bitcoin Begins

Aus dem Bereich Sport & Gesundheit:
Johannes Luckas – Johannes Luckas Personal Training, Berend Breitenstein – Mission: Natural Bodybuilding, Lotta & Schorsch – Tri It Fit, Patrick Bauer – 4yourfitness, Jahn Sterley – Fitvolution, Mario Adelt – Body Focus, Poli Moutevelidis – Poli on Stage

Aus dem Bereich Persönliche Entwicklung & Inneres Wachstum:
Tim Chimoy – Citizen Circle, Ivan Blatter – Neues Zeitmanagement, Marc Pletzer – Fresh Academy, Mischa Miltenberger – Adios Angst, Deniz Deke – Erschaffe dich neu, Jasmin Schindler – Healthy Habits, Roland Kopp-Wichmann – Der Persönlichkeits-Blog

Danke Tim Ferriss

Für mich ist Tim Ferriss viel mehr als ein unterhaltsamer, innovativer Autor der mit einem sagenhaften Marketing-Händchen und seinen 4-Stunden-Werken (4-hour Work Week , 4-hour Body, 4-hour Chef) sowie den späteren Büchern (Tools of Titans und Tribe of Mentors) regelmäßig den Nerv der Zeit trifft. Er versteht es wie kein zweiter, aus der Vogelperspektive Zusammenhänge, Prinzipien und Routinen offenzulegen und diese für andere verständlich, humorvoll aber auch anwendbar zusammenzufassen.

„A cross between Jack Welsh and a buddhist monk“
(New York Times)

Seine unerschöpfliche Neugier, die Begeisterungsfähigkeit und seine Lust von anderen zu lernen, sind dabei die Zutaten die ‚The Tim Ferriss Show‘ für mich zum besten Podcast für Leute macht, die von der Weltklasse anderer Leute lernen wollen. Doch nicht nur die Gäste sind Weltklasse und in so vielschichtigen Themengebieten wie u.a. Business, Sport, Kunst, Meditation, Medizin oder Philosophie zuhause. Auch Tim selbst ist ein Meister seines Fachs, in diesem Zusammenhang ein Meister im Fragen stellen, aktiv zuzuhören und zusammenzufassen.

„What we fear doing most is usually what we most need to do“ 
(Tim Ferriss)

Links:
– Der Podcast: The Tim Ferriss Show

Für alle von euch die den Podcast noch nicht kennen sollten: freut euch und nehmt euch die Zeit, hin und wieder eine Episode anzuhören.  Die meisten Episoden sind zwischen 1 und 3 Stunden, aber bei spannenden Leuten und Themen lohnt es sich eben in die tieferen Schichten vorzudringen. Ich persönlich kann wirklich jede Folge empfehlen, aber ich bin in dieser Hinsicht vielleicht auch ein Freak

Hier noch eine Auswahl (fast unmöglich sich festzulegen) von 5 Folgen, die mir besonders gut gefallen haben: 

Folge 117: Dom D’Agostino on Fasting, Ketosis and the End of Cancer 
Folge 124: Jamie Foxx on Workout Routines, Success Habits and untold Hollywood Stories 
Folge 125: Derek Sivers on developing Confidence, finding Happiness und saying no to millions 
Folge 271: Esther Perel – Intimacy, Emotional Baggage, Relationship Longevity and more 
Folge 341: Nick Kokonas – How to apply world-class creativity to business, art and life

Die Auswanderer – Ein Hoch auf das Teilkasko

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. (Seneca)

Ja, ich habe es auch gemacht. Ja, ich habe auch über Auswanderer wie Maik und Carola, Sepp und Ingrid, Angelo und Jennifer geschmunzelt, die Nase gerümpft, mich erhaben, richtig erwachsen und sogar plötzlich grundsolide gefühlt.

Eine Pommes-Bude auf Mallorca in mittelmäßiger Lage ohne Sprachkenntnisse, Business Plan und Rücklagen die länger als drei Monate halten? Ha Ha – Super Idee. Ein Neuanfang in Australien als Farmer ohne jede Erfahrung auf diesem Gebiet und ca. 15.000 Kilometer weg von allen Freunden und Familie und dann auch noch versteckte Kosten in fünfstelliger Höhe übersehen? Wie blöd kann man eigentlich sein? Ein Hotel in Brasilien eröffnen ohne vorherige Analyse ob sich in diese Region überhaupt ein Tourist verliert der die zwei Stunden Anreise im Klapperbus durch den Regenwald auch als „ganz arg lohnend“ betrachtet, um dann deutsches Kuchenbuffet zu genießen? Geht’s noch?

Natürlich, die Beispiele sind etwas zugespitzt formuliert, aber die Reaktion auf das Reality-TV-Erlebnis ist meistens eindeutig. Viele – von uns vermeintlich Schlaueren – wissen selbstverständlich wie es besser geht und lachen sich aufgrund der vermeintlichen Naivität der „Anderen“ in ihr kleines, erhabenes Vernunftfäustchen. Das beweist eine Umfrage im Teil des Freundeskreises der sich noch nicht allabendlich durch Netflix treiben lässt und ab und an den Auswanderern bei Vox über die tätowierte Schulter schaut. Verführerisch ist hier wieder der Blick auf die Freunde und die Anderen. Ich selbst habe lange genauso gedacht und gelacht – keinen Deut besser.

Doch meine Meinung  hat sich komplett gewandelt: mittlerweile respektiere – ja stellenweise bewundere ich fast alle, die sich diesen Schritt trauen, die ihre Komfortzone verlassen, ausbrechen aus jahrelangen Gewohnheiten und ins kalte – mitunter herrlich erfrischende – Wasser springen.

Warum der Sinneswandel? Seien wir doch mal ehrlich: die meisten von uns planen sich hinsichtlich vieler Sehnsüchte (Auswanderung in ein anderes Land, die Weltreise, dem verhassten Chef die Kündigung hinzudonnern, ein selbstbestimmtes Leben nach eigenen Regeln beginnen) zu Tode, suchen Vollkasko für die 100-prozentige Sicherheit und spielen so lange Taschenbillard mit ihren Träumen bis der Sarkasmus größer ist als der eigene Wagemut.

Jeder lernt früher oder später und meistens auf die harte Tour die Lektion dass es die absolute Sicherheit nicht gibt. Niemals. Körperliche und seelische Gesundheit von mir, Familie oder Freunden? Heute sicher. Morgen auch. Übermorgen. Fragezeichen? Ausrufezeichen! Gestern lag die Zukunft wie ein weißes Blatt vor dir, morgen ist an der gleichen Stelle plötzlich ein schwarzer Schwan. Wann willst du beginnen, Fremd- gegen Eigenbestimmtheit einzutauschen?

Den meisten Skeptikern, Zweiflern und Zauderern würde es nicht schaden, sich hier und da eine Scheibe Verwegenheit, 200 Gramm Umsetzungsdrang oder eine Wagenladung Optimismus von den Auswanderern abzuschauen.

Hilfreich ist hier, gedanklich vorzuspulen auf die letzten Stunden im Sterbebett  – die Liebenden um einen versammelt. Viele schöne Momente ziehen vor dem geistigen Auge vorbei, plötzlich schleichen sich aber auch Gedanken an verpasste Chancen und Gelegenheiten in die melancholisch-schöne Rückschau. Laut dem lesenswerten Buch ‚5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen‘ von Bronnie Ware (die Autorin schreibt aus ihren Erfahrungen als Palliativpflegerin mit Menschen die ihr kurz vor Ablauf des Lebens das Herz ausschütten) sind zwei der Kernbotschaften in Variationen die Aussagen „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben“ und „Ich wünsche, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein“.

Bei beiden Punkten sind die Auswanderer mit den konkreten Umsetzungen ihrer Träume nicht so schlecht im Rennen und vermeiden nagende Fragen à la ‚was wäre gewesen, wenn ich damals‘. Klar ist: nicht jeder will ins Ausland oder einen Sehnsuchtsort, um sein Glück zu finden. Wichtig ist aber durchaus – auf Konfuzius‘ Weisheit vertrauend – der Weg zum Ziel, sich auf die Suche nach dem Glück zu begeben. Die Auswanderer sollten viel häufiger Selbstreflexion als ausgestreckte Zeigefinger zur Folge haben. Das Scheitern ist in Deutschland leider oft noch immer stigmatisiert, lieber gar nicht hinfallen. Die Auswanderer machen vor, dass es auch anders geht: die Angst ist hält die Umsetzung des Traums nicht auf und selbst wenn man hinfällt, steht man wieder auf und macht weiter.

Die beste Diät (ohne Essen und Yo-Yo)

Telefonat nach ca. 10 Tagen ohne ‚zuletzt online‘, blauen Doppelhaken, (schrecklichen) lachweinenden Emoticons, Gruppen wie ‚Wer geht heute steil?‘, ‚Geburtstagsorga Tom‘ und Hans-Peter-Lulu-Susi-0176112113 schreibt… Telefonat nach einer Woche ohne WhatsApp:

„Wie läuft die Diät?“
„Hä? Was meinst du?“
„Deine digitale Diät“
„Ach so das. Die läuft fantastisch. Könnte was ernstes werden mit ihr. Viel besser als ich es mir vorstellt habe.“

Mittlerweile ist noch viel mehr Zeit ins Land gegangen seitdem die grüne Aufmerksamkeitskrake weg ist aus meinem Telefon, aus meinem digitalen Leben. Doch statt neudeutsch nervöse FOMO-Zuckungen (Fear of missing out; die Angst etwas zu verpassen) zu haben, geht es mir blendend. Der Griff nach dem Handy wird mit jedem Tag sporadischer und gleichzeitig zielgerichteter. Die zeitliche Lücke, die WhatsApp bei mir hinterlassen hat, ist so groß, dass ich bequem andere (sinnvollere) Apps (z.B. Udemy, Podcast Addict, Ecos) nutzen kann, viel mehr direkt mit Freunden kommuniziere (Handy primär zum telefonieren? Ja, da war doch mal was) und insgesamt jede Menge herrliche, befreiende Offline-Momente genieße.

Dabei war ich noch nicht mal ein Heavy User von WhatsApp, eher so ein unbegeisteter Mittippser der im Freundeskreis relativ schnell bekannt wurde mit der Zeile ‚Max B. hat die Gruppe verlassen‘. Ja, den meisten Gruppenchats habe ich mich gleich entzogen, weil das immer schon genervt hat: eine Kernbotschaft ummantelt von 400 in jede Himmelsrichtung glotzenden Smilies und banalen Worthülsen à la ‚Klaro‘, ‚Oki‘, ‚Supi‘ ‚Geht klar‘, ‚Freu mich‘, …  Trotz einer kritischen Grundhaltung wurde WhatsApp über die letzten Monate und Jahre auch bei mir immer zeitintensiver – ich selbst immer bequemer. Anrufen und kurz einen Termin absprechen? Ach nö, lieber schnell eine Nachricht eintippen. Einen Freund wegen etwas aufmuntern oder kritisch hinterfragen. Bloß nicht, lieber einen einfachen Daumen nach oben oder ein sonstiges Emoticon durch den Äther jagen.

WhatsApp war einfach praktisch, um die Faulheit nach richtiger Kommunikation auszuleben und trotzdem überall so ein bisschen mitzumischen. Gemocht habe ich WhatsApp nie. Dabei mag ich an Smartphones vieles – gute Apps, gute Momente per Foto und Video festhalten & Kommunikation von jedem Erdwinkel – und sehe mich nicht als alten Knacker der den Zeigefinger nicht mehr runterkriegt vor lauter heben.  Was natürlich auch stimmt: WhatsApp ist nur das Gefäß, die Inhalte kommen von uns. Theoretisch wäre auch über diesen Kanal eine Kommunikation möglich, die bereichernd ist, Mut macht, Trost spendet oder zum lachen bringt (das richtige Lachen, nicht das offizielle Totlachen durch den Versand von 12 Lachweinern bei dem man in der Realität in der Ubahn sitzt und nicht mal den Mundwinkel verzieht). Nur der Glaube daran fehlt mir – zu nahe ist auch bei mir die leichte Lösung, das schnelle und kurze Antworten (um es weg zu haben und die rote Nachrichtenanzeige verschwinden zu lassen), die nie-fortgehende Neugier nachzusehen, was er/sie antwortet, die Unruhe wenn auf eine Nachricht länger nichts zurückkommt (war es nicht doch missverständlich).

Deswegen Selbstschutz, digitale Diät, zumindest bis auf weiteres. Es fallen zwar keine Pfunde aber ich fühle mich leichter.  Die Wirkung ist schon jetzt erstaunlich. Vor allem auf dem Zeitkonto komme ich vom Dispo langsam zu Erträgen auf das eigene Wohlbefinden. Der Yo-Yo-Effekt wird ebenfalls nicht kommen. Wenn ich wieder zurückkomme werde ich maximal wieder der Grumpy-Old–Gruppenverlasser werden – Überkompensation nur als theoretisches Phänomen. Beim Blick auf die Mitbevölkerung die hektisch WhatsApp öffnen und schließen – zum Teil mehrfach die Stunde kommt ein Satz von Mark Twain ins Gedächtnis der mich weiter in meinem Vorhaben bestärkt, hier vielleicht auf der richtigen Spur zu sein : „Whenever you find yourself on the side of the majority, it is time to pause and reflect“.

Eine alte Bekannte, die ich neulich zufällig wiedertraf und der ich beim Nummernaustausch sagte, dass ich nicht bei WhatsApp bin, schaute erstaunt und speicherte mich mit Max Oldschool in ihr Handy ein. Oldschool zu sein ist selten verkehrt. Eigentlich nie.

Zum Weiterlesen:
Digital Detox, Daniela Otto

 

Zitate im Flugmodus – Part I

Manchmal ist es schwierig die Vogelperspektive einzunehmen, sieht man die Lösung vor To Do’s nicht, ist überfordert mit der Lücke zwischen eigenen Anspruch und der Wirklichkeit. Manchmal hat man nicht den Mut ein längst überfällige Entscheidung zu treffen, das Herz in die Hände zu nehmen statt abzuwarten bis die Polkappen endgültig geschmolzen sind. Manchmal wählt man den Weg des geringsten Widerstands, ist auf der langweiligen Routineautobahn statt in die Nebenstraßen abzubiegen wo das eigentliche Leben stattfindet.

Wenn man ehrlich ist kann stimmen die Sätze für einen selbst oder die geschätzte Entourage meist auch noch wenn das Wort manchmal durch ein Wort aus der folgenden Auswahl ersetzt: regelmäßig, oft, immer, meistens, häufig.

In diesen Momenten hilft es mir kurz (oder besser lang) Atem zu holen und von der Weisheit anderer zu profitieren, die es mit kurzen, prägnanten Geniestreichen in Form von Aussagen schaffen, je nach Bedarf Lösungen, Trost, Zuversicht, Motivation oder Klarheit zu geben. Sobald eine Aussage von vielen Menschen als wertvoll oder geistreich erachtet wurde, bekommt sie ihren Doktortitel und wird zum Zitat.

Nachfolgend 10 Doktoren die vielleicht auch dir helfen in deiner momentanen Situation. Allerdings nur dann – und das habe ich am eigenen Leib erfahren – wenn du dich kurz von der digitalen Tanzfläche verabschiedest und im Flugmodus ohne Ablenkung über die Sätze nachdenkst. Ja. das geht:

„It had long since come to my attention that people of accomplishment rarely sat back and let things happen to them. They went out and happened to things.“ (Leonardo da Vinci)

„Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde zu sein, muss man vor allem ein Schaaf sein“ (Albert Einstein)

„Why do you go away? So that you can come back. So that you can see the place you came from with new eyes and extra colors. And the people there see you differently, too. Coming back to where you started is not the same thing as never leaving.“ (Terry Pratchett)

„Wie lange ich lebe, hat mit meinen wahren Wesen nichts zu tun. Wie lange ich aber leben werde, um im eigentlichen Sinn zu leben, das hängt von mir ab“ (Seneca)

„Life shrinks or expands in proportion to one’s courage“ (Anais Nin)

„Anything worth doing is worth doing slowly“ (Mae West)

„Auch der längste Marsch, beginnt mit dem ersten Schritt“ (Lao-Tse)

„If you set your goals ridiculously high and it’s a failure, you will fail above everyone else’s success“ (James Cameron)

„The reasonable man adapts himself to the world; the unreasonable one persists in trying to adapt the world to himself. Therefore all progress depends on the unreasonable man“ (George Bernard Shaw)

„Named must your fear before banish it you can“ (Yoda)

Generalist versus Spezialist. And the winner is Jack …

… of all Trades. Mit diesem Ausdruck bezeichnet der Ami den Generalisten. Hierzulande heißt er putziger Weise Hansdampf in allen Gassen oder Tausendsassa und ist der natürliche Gegenspieler des Spezialisten.

Grundsätzlich geht um die Frage, ob man eher als Generalist oder als Spezialist durchs Leben gehen will. Natürlich ist das ein hypothetischer Wettbewerb und hier und da gibt es Überschneidungen (auch ein Spezialist generalisiert manchmal und andersrum). Trotzdem kann es Sinn machen, sich die Unterschiede vor Augen zu führen und in der Konsequenz seinen Favoriten zu wählen. Für diesen Blog aber auch für mein Leben habe ich diese Wahl bereits getroffen und mich entschieden als Hans Dampf in allen Gassen zu geben … oder so ähnlich. Toolzeit soll gute Werkzeuge vermitteln aber eben nicht nur Hammer sondern eine ganze Werkzeugkiste – die Anwendungsbereiche sind dabei vielfältig.

Dabei ist die Entscheidung, ein Generalist zu sein gar nicht so eindeutig oder gar banal. Spezialisten sind sehr gefragt in diesen Tagen. Der Arbeitsmarkt honoriert Fachwissen und die meisten Menschen interessiert – gerade mit Blick auf Fix- und Wunschkosten – nunmal die Sicht von Vater Markt. Finanziell scheint die Gleichung also zu sein: je mehr Spezialwissen in einem ökonomisch relevanten Bereich aufgebaut wurde, desto mehr kann nachher abkassiert werden, desto mehr Marktwert ist vorhanden.

Ganz so leicht ist es natürlich wie immer nicht und so kann auch der Tausendsassa mitreden wenn das kapitalistische Fell verteilt wird. Warum das so ist und welche Gründe es noch geben kann eine allgemeinere Richtung einzuschlagen, will ich im Folgenden aufzählen – völlig subjektiv, nicht wissenschaftlich und amateurhaft:

  • Zunächst kann ein Generalist in vielen Bereichen eine Vielzahl der jeweiligen Spezialisten überholen – zum Beispiel bei konsequenter Anwendung des berühmten Pareto-Prinzips, welches besagt dass 80 Prozent der gewünschten Ergebnisse mit nur 20 Prozent des Aufwands erreicht werden. Spezialisten überschätzen oft die Zeitaufwand eine Tätigkeit richtig gut zu beherrschen. Zudem führt bei mir die Frage, ob ich lieber eine Fertigkeit nahezu perfekt – Perfektion ist sowieso eine Illusion – oder viele Fertigkeiten überdurchschnittlich gut können will zu einem eindeutigen Ergebnis zu Gunsten der Vielfalt. Durch stetige Verbesserung in vielen Disziplinen gibt es häufiger Endorphinausschüttungen als bei der „Perfektion“ einer einzelnen Tätigkeit.
  • Generalisten können öfter als Spezialisten die Vogelperspektive einnehmen. Konzentriert man sich auf ein spezifisches Gebiet oder Anwendung, ist die Gefahr groß, nur noch die eigene Suppe gut zu finden und immer weiter darin zu rühren. So kann es bedeuten, dass eine zu enge Fokussierung auf ein Spezialgebiet mittel- und langfristig zum Nachteil wird, wenn die Technik oder Konkurrenz längst schon auf den nächsten Baum gesprungen ist. Bezieht man die Spezialisierung auf eine bestimmte politische Meinung oder Denkrichtung besteht außerdem durch die Abschottung nach außen bzw. der permanenten Selbstbestätigung durch den alleinigen Austausch mit Gleichgesinnten die Gefahr, engstirnig zu werden.
  • Gerade in der Wohlstandsgesellschaft der ersten Welt in der Grundbedürfnisse jederzeit erfüllt sind, braucht der Mensch geistige Nahrung – und nicht materielle Ersatzbefriedigungen – um nicht abzustumpfen. Depressionen sind eben eher die Folge von Eindimensionalität als von vielfältigen Interessen. Es gibt einen abnehmenden Grenznutzen und -genuss bei materiellen Besitztümern, wohingegen beim lebenslangen Lernen vielseitiger Themen der Genuss keine Grenze kennt.

HIT und HIIT … deine Abkürzungen zur Strandfigur

Sie sind überall – sie bewegen sich gleichmäßig oder heben Gewichte. Doch treten sie meistens auf der Stelle wenn es um die Erreichung ihrer Ziele geht. Du siehst sie auf der Straße, im Park, im Fitnessstudio, im Schwimmbad – (fast) zu jeder Tageszeit und auf der ganzen Welt.

Sie, das sind Walker, Jogger, Hantel- bzw. Maschinentrainierende, Ellipser (ok, das Wort gibt es nicht), Stepper, Schwimmer, Fahrradfahrer und viele mehr, die ihr Training mit geringer Intensität absolvieren. Sie investieren sehr viel Zeit und Energie in ihre Cardio- oder Fitnessstudio-Einheiten, dabei ist die Fettabbau-Rendite gering. So trotten sie dahin, manche gut, die meisten bescheiden gelaunt, nie am Limit aber immer in der Hoffnung das Richtige zu tun – für den Körper. Muss ja helfen. Das eigentliche Ziel, nämlich die Wäsche vom Bauch zu nehmen um das Brett oder Sixpack frei zu legen gerät zum unerreichbaren Wunschtraum, ja zum Mythos.

Doch der jahrelange Fitnessmarathon muss nicht sein: es gibt Abkürzungen* die bei konsequenter Anwendung viel schneller zum Ziel führen, die den Waschbrettbrauch im Zusammenspiel mit guter Ernährung zur Realität werden lassen, die einem mehr Zeit für andere Aktivitäten geben. Mehr netto vom brutto, wer will das nicht.  Diese Abkürzungen zu gehen ist nicht leicht, der Weg ist mitunter viel steiniger als auf der Hauptstraße, aber die Anstrengung lohnt sich und macht glücklich und liegt sogar in unserer Natur. Intensives Training in Farbe führt zu HD, High Definition für den Körper gewissermaßen.

Diese Abkürzungen heißen HIT und HIIT, wobei erstere für High Intensity Training, die andere für High Intensity Interval Training steht.

HIT ist eine Methodik für das Training mit Gewichten, für das Krafttraining. Ziel ist hier die Muskeln bzw. die Muskelgruppe in kürzester Zeit – meist reicht ein einziger Trainingssatz – zur Erschöpfung, ja zum Versagen zu bringen. Ob dies beim Training zu Hause oder im Fitnessstudio passiert ist zweitrangig. Da der Körper das Versagen nicht mag, versucht er durch erhöhtes Muskelwachstum das nächste Mal besser auf die Situation vorbereitet zu sein.

HIIT dreht dagegen im Konditionstraining in Intervallen den Pegel immer wieder zum Anschlag der Erschöpfung. Die Methode hat mit dem Nachbrenneffekt, EPOC genannt (= Excess Postexercise Oxygen Consumption) einen treuen Begleiter, der bis zu 72 Stunden nach dem Training noch dem Fett zu Leibe rückt. Das führt zum Schmelzen des Körperfetts und das viel schneller als bei klassischem Ausdauertraining und ohne Risiko für die bestehende Muskelmasse – im Gegensatz zum Training im Niedrigfrequenzbereich.

Gemeinsames Element beider Abkürzungen ist die High Intensity, man darf also ins Schwitzen kommen, nach Luft japsen und die Muskeln so zum brennen bringen das sie säuerlich auf werden – und das bei jeder einzelnen Einheit.  Als Belohnung für die Anstrengung sorgen beide Methoden dafür dass der Körper nahezu rund um die Uhr Fett verbrennt – ganz egal ob du am See oder auf der Couch liegst.

*natürlich haben auch lange Cardioeinheiten (meistens) positive Effekte auf die Gesundheit und die Fitness. Manchen Menschen gefällt die Art und Weise des niedrigintensiven Trainings und die oft langen Einheiten, ganz alleine im Kampf mit den Elementen. Doch die Fans des sog. LISS (Low Intensity Steady State) können stark von der Integration hochintensiver Einheiten in ihren Trainingsalltag profitieren.

In die Umsetzung kommen:

Die perfekten Bücher um direkt mit dem Training einzusteigen und tiefer in die Materie einzusteigen (ich habe beide Bücher gelesen und kann sie sehr empfehlen):

Der Monat ist das bessere Jahr … bezüglich deiner Ziele

Neujahr, ein beliebiges Jahr, gegen 11 Uhr. Zu Hause. Die Kaffeemaschine dampft und gurgelt während letzte kleine Aspirinbröckchen im Wasserglas verschwinden. Du bist noch mit einem Bein im alten Jahr, bei der Feier gestern und hast seit dem Aufwachen die Gewissheit (aus der Erfahrung von vielen ähnlichen Nächten deines Lebens) dass der letzte Gin Tonic ein stummer Begleiter deines Tages sein wird, ein treuer Kater aber eigentlich gar nicht so schlimm. Vertraut und zahm.

Jungfräulich liegt es also vor dir, das ’Neue‘ – gerade ein paar Stunden alt. Der Gedanke an die neuen Möglichkeiten, an die neuen Erlebnisse macht dir im Prinzip gute Laune – du freust dich auf neue Impulse für Körper und Geist, hast Lust dir Ziele zu setzen und dieses Mal – ja, dieses eine Mal wirklich – auch umzusetzen. 10 Kilo, 100 Bücher, 1000 Minuten meditieren (z.B. mit der großartigen App Headspace), 10.000 Euro anlegen – alles scheint möglich.

Anfang April im gleichen Jahr – Samstag. Wieder 11 Uhr. Wieder zu Hause. Wieder gurgelt die Kaffeemaschine. Der Kater ist wieder da – allerdings dieses mal ohne Gin in deiner Blutbahn und Aspirin brauchst du auch keine. Der Kater bezieht sich auf die Nichterreichung deiner Ziele. Stück für Stück, poco a poco haben sie sich verabschiedet.

Dabei lief es zuerst gut. Die Mediation gleich nach dem Aufstehen um nicht gleich zum Tagesstart passiv aus müden Augenschlitzen deine E-Mails zu lesen – kein Problem. Check. Einige Woche warst du joggen – sogar zweimal pro Woche. Check. Check. Für einige Zeit hast du dir auch nichts einverleibt mehr was deine Oma nicht als Essen erkannt hätte. Dieser Satz ist dir aus einem schlauen Buch hängen geblieben, das du im Zuge deiner Nicht-sinnlos-fernsehen Offensive gelesen hast. Check. Check. Check.

Die Meditation blieb dann als Erstes auf der Strecke – obwohl es dir gut getan hat und erste Effekte am Horizont sichtbar wurden. Aber irgendwann im neuen Jahr wurde der Alltag nervig und laut wie ein AK*. Plötzlich waren 10 Minuten ruhig ein- und ausatmen zu stressig (welch Ironie), Netflix übertönte deine Leseambitionen mit Leichtigkeit und einem nicht enden wollenden Serien- und Dokufeuerwerk. Und als du mit den Joggingschuhen das 2. Mal in Folge nicht über das Eck-Cafe mit der süßen Bedienung hinausgekommen bist wäre plötzlich auch deine Oma wieder irritiert gewesen, was du Abends auf deinem Teller hast.

Dein Zielkater – egal ob er mal etwas früher oder später im Jahr kommt, muss nicht sein. Und auch mehrere unterschiedliche Ziele in Bezug auf Körper, Geist und Knete zu verfolgen muss zu keiner Überforderung führen und kann dir völlig neue Einblicke ermöglichen. Du kannst dein Vertrauen in dich selbst mit jedem Monat steigern, indem du dich an folgende einfach, neue Regel hälst, für die Gary Vaynerchuck’s (ein faszinierender Mensch) folgendes Zitat eine Steilvorlage ist:

„Macro Patience, micro speed. They should not care about the next eight years, but they should stress the next eight days. The micro makes up the macro.“

Auf deine Ziele und den Rahmen übertragen heißt das. Teile das Jahr einfach in 12 Einzelziele auf, die dich deinen Makrozielen – Strandfigur, Investieren, Mentale Gelassenheit, Wissensaufbau – näher bringen.  Diese kannst du im Idealfall dann täglich dokumentieren – eine (Ziel-)Pause von 1-2 Tagen zwischen den jeweiligen Monaten kannst du dir hierbei natürlich gönnen. Statt weniger großer Ziele erhälst du so übersichtlichere, machbarere Herausforderungen und vor allem die Möglichkeit viel Neues auszuprobieren. Klingt banal wird dich aber gewaltig nach vorne bringen. Aus einigen Monatsvorhaben werden auf diese ganz automatisch langfristige Routinen, andere ziehst zwar durch bleiben aber nicht hängen – dazulernen wirst du immer.

In der Praxis kann das dann so aussehen:

  • Januar: 50 Kettlebellswings täglich
  • Februar: 10 Minuten Meditation mindestens 5 x pro Woche
  • März: 2 längere Fachartikel zu einem Wissensgebiet deiner Wahl, täglich
  • April: Buchführung über jede einzelne Ausgabe
  • Mai: 6 x Tage / Woche mindestens 10.000 Schritte
  • Juni: In einem Zeitfenster von 8 Stunden essen und 16 Stunden fasten
  • Juli: jeden Tag eine Podcast-Folge hören
  • August: 5 x pro Woche 2 Stunden an einem Stehpult arbeiten
  • September: Pro Woche 3 fremde Leute in ein kurzes Gespräch verwickeln
  • Oktober: den ganzen Monat auf Alkohol verzichten
  • November: täglich einen Geschäftsbericht eines Dax-Unternehmens lesen
  • Dezember: ein Dankbarkeitstagebuch führen

*Für die Wenigen die es noch nicht gehört haben. AK = Arschlochkind