AUGUST 2019 – GEDICHTE & LIEDER

Was umfasst die Challenge?
In diesem Monat halte ich mich an ein Zitat (siehe oben) des Großmeisters deutscher Dichtkunst und Schrecken meiner Deutschstunden in der Schule: Johann Wolfgang von Goethe. Jeden Tag im August werde ich im Wechsel entweder ein mir unbekanntes Gedicht oder ein neues Lied hören. Dabei werde ich versuchen, über den Tellerrand hinaus zu blicken und nicht nur Gedichte bekannter Leute zu lesen oder immer nur den logischen Vorschlägen des Spotify-Algorithmus zu folgen.

Was sind die Beweggründe?
In den letzten 20 Jahren habe ich bewusst ungefähr 6 Gedichte gelesen und davon standen 4 auf Toilettentüren oder Hauswänden. Bei Musik und Liedern schaut meine Bilanz deutlich besser aus, allerdings bin ich von einem ruhigen Albumhörer (Platten, CDs und Kasetten) zu einem Weiterschnipser (Handy, Youtube und Spotify) verkommen. Ich glaube, da draußen ist eine riesige und spannende Welt und ich kratze doch meist nur an der bekannten Oberfläche. Gedichte zu lesen liegt außerhalb meiner Komfortzone – neue Musik bewusst und ohne Ablenkung zu hören mittlerweile auch. Durch die Challenge möchte ich meinem Drang zur Selbstoptimierung einen träumerischen Gegenspieler geben für mehr Balance und Ausgeglichenheit.

Mein Fazit
Diese Challenge war – wie auch schon die Alleinzeit im Juli – eine sehr willkommene Auszeit vom Drang, Abläufe zu optimieren und ’sinnvolle‘ Dinge zu tun. Wenn man ehrlich ist, geht es doch bei sinnvoll zu oft um Arbeits- und nicht um Schönheitsthemen. Dabei kann ich nach Ablauf dieses Monats sagen: ein schönes Gedicht zu lesen und einen neuen Song ganz bewusst zu hören, scheint mir sinnvoller und sinnstiftender als die meisten, im Alltag oft lauteren To Do’s. Bei den Gedichten habe ich mich fast ausschließlich auf deutsche Werke konzentriert, denn irgendwie fühlt es sich komisch an, ein Gedicht zu lesen, welches nicht in der Muttersprache geschrieben ist. Die Gedichte decken dabei eine ganze Bandbreite von Gemütszuständen ab. Hier die 15 gelesenen Gedichte:
Die Heimkehr / Heinrich Heine, Kubanische Gesichter / Alfons Pullach, Zitronen / Heinz Erhardt, Ich folge deinen Spuren / Wilhelm Busch, Ameisen / Joachim Ringelnatz, I know why the caged bird sings / Maya Angelou, What do women want / Kim Addonizio, Schulzeit / Steffen Holzkamp, Sachliche Romanze / Erich Kästner, Die Freunde / Wilhelm Busch, Freundschaft / Christian Fürchtegott Gellert, Die zwei Wurzeln / Christian Morgenstern, Am Jahrestag / Theodor Fontane, Vatertag / Gudrun Zydek

Bei den Songs gab es keine Länder- und Genregrenzen. Zwar habe ich früher die Antwort ‚Querbeet durch den Gemüsegarten‘ auf meine Frage nach der Lieblingsmusik gehasst, aber leider trifft der Satz für meine vogelwilde Auswahl zu. Hier die 16 gehörten Songs:
Endless Summer / Alma Negra & Soulphiction, Indian Explosion / La Brass Banda, Yegelle Tezeta / Mulatu Astatke, Open / Luke Howard, Can’t help falling in love / Beck, 
Untainted / Slipknot, Wild Horses / The Gardener & the Tree, El estuche / Aterciopelados, Johnny tu n’es pas un ange / Edith Piaf, The Sound of Silence / Disturbed, Ohne Ende / Philipp Poisel, Sign of the Times – Gentleman, Hey Ma / Bon Iver, No Goodbye / Paul Kalkbrenner, Lago di Bonzo – Zither Manä 

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