Aus der Serie Kurze Hose, Lange Hose – Folge 4: Von der Lebenserfahrung anderer Sportler lernen

In der persönlichen Entwicklung müssen nicht immer das Rad neu erfinden. Oft genügt es, andere Menschen nach ihren Erfahrungen zu fragen, um selbst unnötige Fehler zu vermeiden oder früher den richtigen Weg einzuschlagen. Eine sehr hilfreiche Frage, um elegant zu diesen wertvollen Erkenntnissen zu gelangen, ist: Was weißt du jetzt (über den Lebensbereich XY), das du schon mit 18 (variiert je nach Zielperson der Frage) gerne gewusst hättest? In meinem Buch ‘Surfen auf der Wissenswelle‘ habe ich 23 Experten diese Frage in den Bereichen Sport & Gesundheit, Finanzen & Business und Persönliche Entwicklung & Lebenslanges Lernen gestellt. Nachfolgend findest du die Antworten der Sport- und Gesundheitsexperten, die sich fast immer auch auf andere Lebensbereiche anwenden lassen.

Poli Moutevelidis (Dreifacher Weltmeister im Figurbodybuilding)
Nicht die Stunden, Wochen und Monate, die du leistest, sind von entscheidender Bedeutung für den Erfolg, sondern dein persönliches WARUM und dein Wille dein Ziel zu erreichen. Frage dich immer nach deinem WARUM. Nur wenn du es weißt, handelst du zielgerichtet.

Patrick ‘Pat’ Bauer (Erfolgreicher Fitnessblogger aus Österreich)
Definitiv, dass eine naturbelassene Ernährung den größten Unterschied macht und man auch durch Training mit dem eigenen Körpergewicht – wenn man es richtig anstellt – einen beeindruckenden Körper bekommen kann.

Johannes Luckas (Fitness-Youtuber mit über 250.000 Followern)
Heute kenne ich alle relevanten Faktoren für Leistungssteigerung in der Theorie und Praxis. Sowohl Trainingsplanung, als auch die Gestaltung der leistungsorientierten Ernährung sind mir nun geläufig. Mein wichtigstes Learning war der Umgang mit Lebensmitteln! Keine Angst mehr vor Kohlenhydraten oder Zucker zu haben und grundlegend zu wissen das „schlechte Lebensmittel aka Junkfood“ nicht zwangsläufig dick machen und die Kalorienbilanz am Ende des Tages entscheidet, ob Du zu- oder abnimmst.

Jahn Sterley (Erfolgreicher Fitnessblogger und Gründer der FiBloKo)
Nachhaltige gesunde Gewohnheiten zu entwickeln ist wichtiger, als das perfekte Training oder die perfekte Ernährung zu finden. Nimm Dir Zeit, konzentrier Dich auf die wesentlichen Dinge und integriere diese in Dein Leben; eins nach dem anderen.

Mario Adelt (Buchautor und Fitnessstudioinhaber)
“Ich mache mir heute weniger Stress mit den Details im Training und der Ernährung. Heute weiß ich, dass gutes Training nicht kompliziert ist und auch gesunde Ernährung folgt simplen Regeln. Im Training geht es darum sich anzustrengen und seine Leistung langfristig und kontinuierlich zu steigern. In der Ernährung geht es darum, möglichst naturbelassene Lebensmittel zuzuführen und verarbeitete Nahrung zu meiden.”

Berend Breitenstein (Lebende Legende im Bereich Natural Bodybuilding)
“Ich trainiere ja bereits seit meinem 14. Lebensjahr mit Gewichten und damals dachte ich: „Viel hilft viel“. Somit habe ich jeden Tag in meinem Zimmer Bankdrücken, Bizeps-Curls und Sit-ups trainiert. Eine Hantelbank, die mir meine Eltern schenkten und ein Lang-und Kurzhantel-Set dienten mir als Trainingsmittel. Dass es ebenso wichtig ist, den Muskeln nach dem Training genügend Erholung zu gönnen, um den Vorgang der Superkompensation abzuschließen und Muskeln aufzubauen, war mir am Anfang meines Trainings nicht bewusst. Insofern befand ich mich nach den Erkenntnissen der Trainingswissenschaft wohl im Übertraining. Dennoch steckte mein jugendlicher Körper die Belastung gut weg und ich wurde stärker und muskulöser. Wie dem auch sei, es wäre für meine sportliche Entwicklung sicherlich vorteilhafter gewesen, wenn ich mir schon in jungen Jahren über die Zusammenhänge von Training (Belastung) und Pause (Regeneration) für das Erzielen bestmöglichen Muskelwachstums vollständig im Klaren gewesen wäre. Bezüglich der Ernährung hätte ich schon mit 18 Jahren gerne gewusst, wie wichtig die körpertypgerechte Ernährung für erfolgreiches Natural Bodybuilding ist. Auch wenn ich in meiner Jugend bereits sorgfältig auf eine saubere Ernährung achtete und den Verzehr von Junk-Food eher vermied, so war ich bezüglich der unterschiedlichen Stoffwechseltypen der Menschen nicht im Bilde. Heute weiß ich, dass eben nicht alle Menschen gleichermaßen beispielsweise auf die Zufuhr von Kohlenhydraten reagieren. Der eine kann Kohlenhydrate sehr gut verstoffwechseln, der andere braucht Brot, Nudeln, Reis usw. quasi nur anzuschauen und nimmt an unliebsamen Fettpolstern am Bauch und der Taille zu. Frei nach dem amerikanischen Motto: „A moment on the lips, a lifetime on the hips“.”

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