Bessere Navigation durch den Alltag – 8 Fragen die dein Leben verbessern werden

„If you want the answer—ask the question.“

Lorii Myers

Vorbemerkung: Dieser Beitrag ist eine Adaption eines Artikels von Ryan Holiday, den ich dir sehr ans Herz legen möchte.

Noch vor 2 Jahre hätte ich niemals gedacht, dass mir Fragen dabei helfen können, ein entspannteres, glücklicheres und besseres Leben zu führen. Überall schienen Antworten und Ausrufezeichen viel sinnvoller, angebrachter und zielführender:

  • 5 Tricks für mehr Fettabbau!
  • Nachhaltiger Leben mit diesen 3 Schritten!
  • In 7 Jahren zum Millionär!
  • Gesund, Fit und Geil: Hör auf uns und mach es nach!

Und falls doch noch Wünschen offen bleiben, hatten ja Dr. Google und seine willigen Mätressen Siri, Alexa & Co. 24 Stunden, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr Antworten auf alles, selbst dann wenn ich die Frage selbst noch nicht kannte.

Aber nicht die Antworten bringen uns dem Ziel, der Entspannung oder der Erleuchtung (ja, ich würde gerne dick auftragen) näher sondern die Fragen. Die richtige Frage zur richtigen Zeit kann innere Berge versetzen, erhitzte Gemüter beruhigen, Verletzungen heilen und vieles mehr. Dabei dürfen wir ruhig auch Selbstgespräche führen, denn die Fragen die wir uns selbst stellen, sind besonders interessant. Und keine Sorge, wenn die Rückseite des Blattes noch komplett weiß ist: der Weg ist das Ziel, besonders bei Fragen à la …

  • Was ist der Sinn des Lebens?
  • Wer bin ich?
  • Was passiert nach dem Tod?
  • Was ist Liebe?

…. die sowieso nicht zweifelsfrei beantwortet werden können.

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Vielleicht bist du – genau wie ich auch – erstaunt darüber, wie wenig wirklich interessante Fragen dir in deinem Alltag gestellt werden? Antworter und Zuhörer schwimmen meist im gleichen seichten Wetter-Sportergebnis-Wiegeht’s-Teich. Statt auf die Erlösung zu warten, empfehle ich dir, die Initiative zu ergreifen und dir und anderen ab jetzt bessere Fragen zu stellen.

In meinem Alltag haben sich die unten aufgeführten 8 Fragen bewährt, die ich mir und anderen regelmäßig (einige davon sogar täglich) stelle. Ich bin nicht so vermessen, zu behaupten, dass die Fragen dein Leben auf magische Weise verändern werden, aber ich bin mir sicher, dass sie auch bei dir spürbar positive Spuren hinterlassen. Egal, welche Fragen es letztendlich bei dir sein mögen: ich rate dir, sie auszudrucken und an einem Ort zu platzieren an dem du regelmäßig vorbeikommst. Davon profitierst nicht nur du sondern dein ganzes Umfeld. Da lohnt es sich doch weiterzulesen und dem Ganzen eine Chance zu geben.

Mit wem verbringst du deine Zeit?
Es ist unmöglich herauszufinden ob die oftmals wiederholte Formel: „Du bist der Durchschnitt der fünf Leute mit denen du die meiste Zeit verbringst“ tatsächlich stimmt. Fakt ist: wir werden sehr stark von den Leuten beeinflusst mit denen wir uns Tag für Tag umgeben. Investiere doch mal zwei Heißgetränke in die Frage, wer dich aus deinem Bekannten- und Freundeskreis eher inspiriert oder eher nach unten zieht. Umgibst du dich mit Menschen, die ihr Leben positiv auf Ideale und Ziele ausrichten mit denen du dich auch identifizieren kannst, gibt dir das enormen Rückenwind. Gegenwind bekommst durch das Leben genug, den brauchst du nicht auch noch in deinem Umfeld.

Liegt das Problem innerhalb oder außerhalb meiner Kontrolle?
Für einen Stoiker ist das wahrscheinlich eine der wichtigsten Fragen überhaupt. Wie unglaublich viel Energie, Zeit und Nerven habe ich früher meinem Leben schon für Themen und Probleme verbraucht, die außerhalb meiner Macht liegen. Seitdem ich mir diese Frage regelmäßig stelle und meine Ressourcen auf meine Handlungen, Gedanken und Gefühle konzentriere, ist mein Basisglück auf viel höherem Niveau.

Then why worry?

Wie schaut dein idealer Tag aus?
Ganz einfach: wie soll ich mich jemals nach einem eigenen Kompass richten, zielgerichtet Entscheidungen treffen und Pläne schmieden, wenn ich den Wunschzustand in der kleinsten Zeiteinheit (= normaler Arbeitstag oder ein Tag ganz ohne Arbeit) gar nicht kenne. Hilfreich ist der Blick in die Vergangenheit und aufzuschreiben, in welchen konkreten Situationen das eigene Lebensglück am höchsten war. Ehrlich zu sein ist elementar – für mich beispielsweise im Arbeitsumfeld:

  • Für mich ist freie Zeiteinteilung wichtiger als Geld -> ich arbeite selbstständig
  • Ich bin kein Büromensch -> ich arbeite nicht in einem Büro
  • Ich sitze nicht gerne so lange vor dem Computer -> ich baue bewusst jede Stunde etwas Bewegung ein
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To Be or To Do?
Eine andere Formulierung für Schein oder Sein? Nicht ganz, denn auch die Konzentration auf die Anhäufung von (meist) materiellen Statussymbolen ist legitim und muss keine Scheinidentität ausdrücken, wenn sie zur eigenen Persönlichkeit passt. Nicht jeder Mensch ist dazu berufen, sich auf einen höheren Zweck zu konzentrieren, aber jeder Mensch sollte sich diese Frage in gewissen Zeitabständen ehrlich beantworten. Authentizität ist immer anziehend – als Idealist und als Materialist.

Mache ich meinen Job?
Frage vorweg: weißt du überhaupt was genau dein Job ist? Was ist dein ‚Warum‘? Niemals in der Geschichte der Menschheit war es leichter, konstant beschäftigt zu sein und dabei die eigentlich wichtigen und relevanten Themen permanent vor sich herzuschieben. Schau auf deine To Do Liste: irgendwo auf dem Blatt oder in dieser Datei steht etwas, was dich zunächst Kraft kosten, aber hinterher stolz machen wird. Mach das zuerst – runter mit dem Frosch.

Für wen mache ich das?
Diese Frage muss jeder beantworten können, der etwas verkauft oder versucht Menschen in irgendeiner Weise zu erreichen. Also jeder. Das Problem: unglaublich viele können diese Frage entweder gar nicht oder zumindest nicht präzise beantworten. Wer ist mein Publikum oder ökonomischer ausgedrückt: wer ist meine Zielgruppe? Was wollen diese Leute? Welchen Wert biete ich ihnen an? Je genauer meine Antworten, desto eher lichtet sich der Nebel. In diesem Zusammenhang sehr hilfreich ist der Artikel: 1000 True Fans von Kevin Kelly.

Nutze ich die Zeit aktiv oder schlage ich sie tot?
Wozu hierzu Worte verlieren, wenn es genauso gut Robin Williams erklären kann:

Ist das wirklich wichtig?
Viele weise Menschen sind sich ihrer eigenen Sterblichkeit bewusst und denken jeden Tag mindestens einmal bewusst daran statt den Gedanken im hintersten Winkel des Gehirns verstauben zu lassen. Praktiziert man Memento Mori jeden Tag, verkommen die meisten Sorgen des Alltags zu völlig blassen Nichtigkeiten.

Zu welcher Antwort suchst du noch die passende Frage? Welche Frage hilft dir bei der Navigation durch dein Leben? Schreib mir einen Kommentar! Schreibst du mir bitte einen Kommentar?

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