Die Wissenswelle zu Gast bei Freunden – Teil 2: Zimo Tam über Motivation

Zimo Tam ist Sportwissenschaftler, Coach und Autor auf www.fitnessagony.de – einem Online-Magazin für Fitness-Allrounder und alle, die es werden wollen. Dort schreibt er über die Themen funktionelles Training mit dem eigenen Körpergewicht, eine ausgewogene Ernährung ohne Verzicht und Mindset-Themen wie Motivation und Persönlichkeitsentwicklung.

In seiner Artikelreihe Fitness Motivation hat er über die verschiedene Arten und Theorien der Motivation geschrieben. In diesem Gastbeitrag bekommst du einen Auszug und Überblick über die extrinsische und intrinsische Motivation. Viel Spaß beim Lesen.

Zimo Tam
@http://heymarw.de/

Extrinsische vs. Intrinsische Motivation

Motivation ist einer der entscheidenden Faktoren für Erfolg. Sie sorgt dafür, dass wir ins Handeln kommen. Abraham Maslow entwickelte in der Vergangenheit die sogenannte Bedürfnispyramide, auch bekannte als Motivationspyramide. Er beschreibt hiermit verschiedene Ebenen von Bedürfnissen, die Motivationen erzeugen, um die jeweilige Ebene als gesichert zu sehen. Maslows Ansatz zur Motivation ist eines der bekanntesten Motivationsmodelle.

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Maslow_Bed%C3%BCrfnispyramide.svg

Eine andere Theorie zur Motivation besteht in der Aufteilung zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation. Diese Aufteilung wird vor allem in der Geschäftswelt genutzt, um Mitarbeiter zu besserer Leistung zu motivieren. Als Personal Trainer kann ich mit diesem Ansatz aber ebenfalls sehr gut arbeiten, um meinen Kunden verschiedene Anreize für mehr Motivation zu bieten.

Was ist extrinsische und intrinsische Motivation?

Als extrinsische Motivatoren werden äußere Anreize bezeichnet. Das können beispielsweise Belohnungen in Form von Geld oder Geschenken sein. Wenn du also abnehmen möchtest, könntest du dich selbst belohnen, indem du dir nach dem Erreichen deines Zieles einen Wellnesstag in der Sauna gönnst. Aber extrinsische Faktoren müssen nicht nur zwingend positive Anreize sein. Manchmal können auch negative Anreize sehr positive Auswirkungen haben. Wenn dein Arzt dir beispielsweise sagt, dass du Lungenkrebs hast und sofort mit dem Rauchen aufhören musst, wird es den meisten Menschen viel leichter fallen sofort aufzuhören, als wenn nur eine schöne Belohnung ruft.

Im Fitnessbereich ist die extrinsische Motivation oft der Startschuss für die ersten Trainingseinheiten. Der Hinweis deines Arztes oder auch einfach nur, weil man im nächsten Sommerurlaub eine gute Figur am Strand machen möchte, sind hier nur 2 von vielen Gründen.

Anders sieht es mit der intrinsischen Motivation aus. Bei der intrinsischen Motivation kommt die Motivation aus dir selbst heraus. Du machst Sport und trainierst regelmäßig, weil du es einfach gerne machst. Du brauchst weder positive noch negative Anreize, um die Tätigkeit auszuführen, weil dir die Tätigkeit selbst einfach Freude bereitet oder du dich mit der Tätigkeit identifizierst.

Künstler sind in der Regel intrinsisch motiviert, wenn sie ein persönliches Werk erstellen. Anders sieht es dagegen aus, wenn sie gerade einen bezahlten Auftrag annehmen. Im Training spricht man von intrinsischer Motivation, wenn du nicht mehr nur trainierst, weil dein Arzt es dir empfiehlt, du für den Sommer noch ein paar Kilos abspecken möchtest oder weil du Eindruck beim anderen Geschlecht schinden willst. Sondern einfach, weil es dir Spaß macht dich zu bewegen oder auch, weil es deinem Selbstbild entspricht. Wenn du dich selbst als Athlet siehst, macht es nur Sinn, dass du regelmäßig Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination trainierst.

@http://heymarw.de/

Was ist besser?

Es wird oft darüber diskutiert, welche Form der Motivation besser für den Erfolg ist. Es hört sich nur logisch an, dass intrinsisch motivierte Menschen bessere Leistungen bringen als extrinsisch motivierte. Doch so einfach ist es leider nicht.

Intrinsisch motivierte Menschen trainieren in der Regel freiwillig. Wenn jetzt versucht wird sie mit Hilfe äußerer Anreize zu noch größeren Erfolgen zu motivieren, geht diese Maßnahme oft nach hinten los. Durch den äußeren Anreiz entsteht für diese Menschen ein Druck, durch den wiederum der Spaß an der Sache verloren geht. Dies zeigte sich sogar in einem Experiment mit Kindergarten Kindern, die freiwillig Bilder malten. Nachdem die Erzieher begannen den Kindern Belohnungen für ihre Bilder zu geben, sank die Motivation Bilder ohne Belohnung zu malen. Das könnte auch für den Kunstunterricht in der Schule interessant sein. Andererseits gibt es auch Menschen, die durch äußere Anreize besonders leicht zu motivieren sind. Die Aussicht auf eine Belohnung motiviert sie zu Höchstleistungen.

Es ist also nicht so leicht zu sagen, welche der beiden Motivationsformen die bessere ist. Es gilt: Am besten ist, was für dich funktioniert. Mache dir Gedanken wann du bisher die größte Motivation entwickelt hast und überlege dir, wie du diese Situationen wieder schaffen kannst, um auch beim Training dauerhaft motiviert zu bleiben.

Wenn dir das noch sehr schwer fällt und du das Gefühl hast nicht weiter zu kommen, kann dir ein Coach oder Personal Trainer eine große Hilfe sein. Und wenn du noch weitere Fragen zu dem Thema hast, kontaktiere mich einfach unter einem der folgenden Kanäle:

info@fitnessagony.de
Facebook: Fitness Agony
Instagram: Zimo.Tam

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.