Die Wissenswelle zu Gast bei Freunden – Teil 3: Levent Bekan über die Macht der Gedanken

Sagen was man denkt……STOP!

Erst vor kurzem erhielt ich ein Lob. Hey Levent, du bist wirklich authentisch. Du sagst immer, was du denkst. Ich war geschmeichelt und habe das Lob gerne angenommen. Dennoch, von dem Satz: “Sagen ,was man denkt”, konnte ich nicht sofort loslassen.

Wissenschaftlichen Studien zu Folge kann ein Mensch pro Tag bis zu 70.000 Gedanken haben. Die Frage, ob es bei dieser Gedankenakkumulation positive Auswirkungen hat zu sagen was man denkt und ob dies in der jeweiligen Situation tatsächlich Sinn macht, ist also gar nicht so leicht zu beantworten.

Welchen Gedanken kann ich vertrauen, wenn ich sie mit meiner Aussenwelt teile? Dabei war es so angenehm früher als ich die Kinder-Quiz-Show 1, 2 oder 3 mit Michael Schanze im Fernsehen sah. Die Auswahl der Gedanken, sich für eine Antwort des Moderators zu entscheiden, war überschaubar.

Michael Schanze in „1, 2 oder 3“

Und es ist auch so: tagtäglich entscheiden wir uns – bewusst oder unbewusst – für bestimmte Gedanken und sprechen sie aus. Für welche Gedanken entscheide ich mich also? Wie wirken Sie sich aus? Bin ich also, nur weil ich denke?

Denken ist ein Gabe die nur uns Menschen zu teil kommt. Hätte es zwischen den Jahren 1620 und 1650 schon TED gegeben, wären es wohl die Talks von René Descartes gewesen, die die Menschen begeistert und fasziniert hätten. Als ausgebildeter Philosoph und Mathematiker setzt er mit seinem revolutionäres Gedankengut über das Denken bis in die heutige Zeit nachwirkende wissenschaftliche Standards.

René Descartes – Cogito ergo sum

Haben Gedanken wirklich soviel Macht über uns? Selbstreflexion ist Grundbasis

Ich liebe es, Biographien von interessanten Persönlichkeiten zu lesen. Warum wurde zum Beispiel Gandhi zu einer legendären Figur der Weltgeschichte? Und warum sprechen wir heute im Zusammenhang mit herausragenden Leistungen von Menschen oft von „Gedanken-Helden“. 

In diesem Zusammenhang eine kleine Übung mit prominenten Namen:

  • Nicola Tesla
  • Henry Ford
  • Steve Jobs
  • Steffi Graf
  • Michael Schumacher

Die Gedanken assoziieren ganz automatisch die Personen mit den erbrachten Leistungen. Practice makes profit. Deswegen bist du, lieber Leser, jetzt gefragt. Hol dir etwas zu schreiben oder mach deine Daumen zum Tippen auf deinem Smartphone bereit und beantworte dir selbst in aller Ruhe die folgenden Fragen:

  • Warum denke ich in der einen Situation, die mich immer nervt, immer so?
  • Auf welcher Basis entscheide ich mich dafür, dass ein Gedanke richtig ist?
  • Sind meine Gedanken wohltuend für meine Gesundheit, meine Beziehungen und meine individuellen Ziele oder stecken dahinter Glaubenssätze (übernommen z.B. von Eltern, Freunden oder anderen), die überprüft gehören?
  • Wie würde ein anderer Mensch die Situation bewerten?
  • Was würde passieren, wenn ich SELBST die Situation anders bewerte?
  • Welche Gedanken bringen mich tatsächlich weiter?

Bleibe am Ball und vergiß nicht dass du selbst Herr deiner Gedanken bist. Starte heute und erlaube dir mindestens einmal pro Woche anders zu denken. 

„Je mehr eine Kultur begreift, dass ihr aktuelles Weltbild eine Fiktion ist, desto höher ist ihr wissenschaftliches Niveau.“

Albert Einstein

Levent Bekan wurde 1975 geboren und bezeichnet sich als wissensdurstiger Optimist, Synergieheld und Weltbürger. Er lebt nach dem Motto „Wissen ist das einzige Gut das sich vermehrt, wenn man es teilt„. Wenn du mit Levent in Kontakt treten willst, schreib ihm eine E-Mail an levent.bekan@hotmail.com

Eine Antwort auf „Die Wissenswelle zu Gast bei Freunden – Teil 3: Levent Bekan über die Macht der Gedanken“

  1. Ein sehr schöner und zum Denken a regender Artikel.
    Vielen lieben dank lieber Levent.
    Ich denke gedacht zu haben richtig zu denken, doch nach deinem Artikel denke ich meine Gedanken besser zu ordnen 👌🏿.

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