Ein Kurz-Interview mit Frank Eilers über die Zukunft der Arbeit

"Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen."

Henry Ford

Frank Eilers zeigt in seinen Vorträgen, seinen Publikationen und als Podcast-Host Tag für Tag warum es sich lohnt, unsere zukünftige Arbeitswelt optimistisch, pragmatisch und aktiv mitzugestalten statt beleidigt in der Status-Quo-Ecke zu schmollen. Geboren in Ostfriesland und in Berlin lebend, vereint Frank als Stand-Up Comedian, Key Note Speaker, Arbeitsphilosoph und studierter Betriebswirt viele unterschiedliche Welten und Sichtweisen um daraus interessante Denkanstöße zu den Themen künstliche Intelligenz, Zukunft der Arbeit und Digitalisierung zu formen.

Mehr zu Frank und seiner Arbeit findest du auf seiner Website www.einfach-eilers.com. In direkten Kontakt mit ihm kommst du über sein LinkedIn-Profil

Nenne 2-3 Gründe warum wir uns auf die Zukunft der Arbeit freuen sollten statt ängstlich am Bestehenden festzuhalten?
1. Wir werden selbstbestimmter arbeiten können
2. Wir werden völlig neue Dinge (er)lernen – Das hält uns wach und kreativ
3. Wir werden (hoffentlich) weniger arbeiten und mehr Zeit für andere wichtige Themen haben

Du bist deutscher Arbeitsminister, hast ein Milliarden-Budget zur Verfügung und hast freie Hand: Welche Themen packst du als Erstes an und warum?
Forschung, Innovation, neue Geschäftsmodelle! Ich glaube, dass wir nur mit „dem Neuen“ eine zielgerichtete Zukunft erschaffen können. Ich würde jegliche Form von Ideenreichtum fördern wollen. Kreativität hält den Laden besser am Laufen als jede Form der Kosteneinsparung. Die allgemeine Denke ist genau entgegengesetzt. Natürlich brauchen wir auch Infrastrukturmaßnahmen und eine neue Definition von Arbeit. Das sind dann aber (hoffentlich) Begleiteffekte.

Welchen Fragen stellst du dir selber regelmäßig?
Warum dauern Veränderungen so lange, obwohl doch vielfach klar oder sogar bewiesen ist, dass das Neue besser, menschlicher, ethischer, nachhaltiger etc. ist? Mein Lieblingsbeispiel ist die Firma Buurtzorg (ambulanter Pflegedienst) und der Erfolg in den Niederlanden. In Deutschland gibt es jedoch riesige bürokratische Hürden. Man setzt anscheinend lieber auf ein vergleichsweise schlechtes System, als einem bewiesenermaßen besseren System eine Chance zu geben.

Gibt es etwas an das du glaubst, an das die meisten deiner Freunde und Bekannten nicht glauben?
Meditation und ihre positiven Auswirkungen.

Photo by Drew Beamer on Unsplash

Welche schlechten Ratschläge in Bezug auf die ‚Zukunft der Arbeit‘ hörst du immer wieder?
Alles was man hört, bevor oder nachdem jemand sagt: Wir müssen die Mitarbeiter mitnehmen.

Was ist das beste Investment, das du je gemacht hast (z.B. Zeit, Energie, Weiterbildung, Produkt)?
Ich war Stand-up Comedian und habe anfangs von der Hand in den Mund gelebt. Im Nachgang war das jedoch nicht nur eine extrem schöne und spannende Zeit, sondern auch ein richtig gutes Investment.

Einige Buchempfehlungen von dir zu den Themen Digitalisierung, KI und der Zukunft der Arbeit bei denen man 2035 dankbar sein wird, dass man sie schon 2020 gelesen hatte?
Jetzt habe ich wenig Tech, dafür mehr Mensch im Fokus:

-> Steal like an artist von Austin Kleon – Innovation ist kein Hexenwerk, geht immer und überall.

-> Würde von Gerald Hüther – Spannende Gedanken und ein völlig neuer Blickwinkel auf unsere Gesellschaft.

-> Reinventing Organizations von Frederic Laloux. Meine Bibel! Hierzu weitergedacht haben wir in dieser Podcast Episode

Credit Beitragsbild: JAN KONITZKI

Frank in Action: 

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