JUNI 2019 – DIGITALER TEILENTZUG

Was umfasst die Challenge und was sind die Beweggründe?
Viele Menschen – jedenfalls die ohne Smartphoneallergie und mit halbwegs realistischer Selbsteinschätzung – werden wohl folgender Aussage zustimmen:
Wir verbringen zu viel Zeit mit unseren digitalen Helfern. Deswegen werde ich diesen Monat für mich persönlich etwas kleines dagegen unternehmen (und darüber berichten). Ich werde den ganzen Juni mein Handy nicht im Gehen benutzen (außer zum Telefonat), also keine Sportergebnisse, Emails, Whatsapp- oder Uhrzeitenchecks to go. Wer denkt das sei zu leicht, setzt sich einfach mal auf einen Cafe in eine beliebige Fußgängerzone und beobachtet die Leute, die ständig in äußerst ungünstiger Haltung nach unten schauen. Und ganz ehrlich: wie oft schaut man selbst schnell im gehen die Uhrzeit nach und hackt dann noch hektisch eine schnelle Nachricht ins Gerät.

Des Weiteren wende ich bei einem enormen Zeitfresser unserer Zeit – Whatsapp – diesen Monat folgende Regel an: Lesen und Schreiben von Nachrichten nur 2 x mal pro Tag, z.B. vormittags und früher Abend. Statt den ganzen Tag auf Empfang zu sein und auf jede einzelne Nachricht mehr oder weniger sofort zu reagieren, ist es doch wesentlich entspannter, alles in Blöcken zu erledigen. Wenn es etwas wirklich dringendes gibt, wird man sowieso angerufen. Das sollte man immer vor Augen haben.

Mein Fazit
Der Whatsapp-Teil des digitalen Teilentzugs war viel leichter als gedacht. Ich habe es bis auf 2 Ausnahmen jeden Tag geschafft, nur in meinen 2 Zeitfenstern nachzuschauen und zu antworten. Erstaunlich war zu sehen, wie wenig – eigentlich gar keine – wirklich wichtigen Nachrichten es gibt, auf die man sofort reagieren muss. In der Zukunft werde ich das definitiv beibehalten oder sogar nur noch einmal pro Tag Whatsapp checken. Des Weiteren werde ich damit experimentieren, auf Textnachrichten mit Aufforderungen à la ‚Lass mal wieder von dir hören‘ oder Fragen à la ‚Wie geht’s?‘ einfach anzurufen (oder bei Nicht-Erreichen eine Nachricht zu hinterlassen), denn das Hin und Her bis man hier zum Punkt kommt, ist – für mich zumindest – nervig und bringt mich anderen Menschen kaum näher.
Ein wenig schwieriger ist es mir anfangs gefallen, dass Handy im Gehen nur zum telefonieren zu benutzen. Es ist einfach sehr verlockend, on the go schnell irgendwas – meist komplett unwichtiges – nachzusehen. Hier hat mir das bewusste Wahrnehmen sehr geholfen. In der Folge bin ich dann tatsächlich immer stehen geblieben, wenn ich mich über etwas informieren etwas wollte. Nach einigen Tagen wurde das immer weniger und die Fokussierung auf eine einzige Sache sehr angenehm. Der Blick macht sitzend und vor allem bewusst (10 Minuten für Sportnachrichten) mehr Spaß als mal hier, mal da ohne Plan.

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