Buchempfehlung zum Thema Komfortzone verlassen

Meine Buchempfehlung des Monats ist ‚How to be comfortable with being uncomfortable‘ von Ben Aldridge (gibt es momentan nur auf Englisch). 

Was ist nicht schon alles über die sagenumwobene Komfortzone geschrieben und diskutiert worden. Soll man sie (wenigstens ab und an ) verlassen oder sich es dort gemütlich machen? Aus der Vogelperspektive geht es um die Frage: sich den eigenen Ängsten oder Unsicherheiten gezielt stellen oder ihnen lieber aus dem Weg gehen, so lange es irgendwie geht? 

Der englische Autor Ben Aldridge war vor einigen Jahren in einer dunklen und sehr belastenden Angstspirale gefangen. Die Panikattacken, die ihn immer häufiger aus heiterem Himmel überfielen, waren so furchteinflößend dass er dachte, an Ort und Stelle sterben zu müssen. Im Nachhinein – sagt er – war es seinerzeit auch seine gänzliche Unkenntnis von der psychischen Gesundheit, die ihn Todesängste so intensiv erleben ließ. Die Diagnose ‚Angststörung‚ des behandelnden Arztes erwischte ihn auf dem falschen Fuß, da er fest davon ausging körperliche Gründe seien die wahre Ursache seiner Leiden – zudem machte er sich Sorgen, von seinem Umfeld stigmatisiert zu werden, sollte herauskommen dass er mentale Probleme hatte. 

Wachgerüttelt von diesem Arztbesuch beschloss er sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen und stürzte sich intensiv in die Recherche um sich eine Überblick über die Materie und mögliche Lösungsansätze zu verschaffen. Aus unzähligen Büchern und Erkenntnissen blieben vor allem die stoische Philosophie, der Buddhismus und die kognitive Verhaltenstherapie als sehr nützliche und vor allem praxisorientierte Ansätze übrig. 

Photo by Liam Simpson on Unsplash

Vor allem beim Studium der stoischen Idee, sich bewusst in unangenehme Situationen zu versetzen und diese durchzustehen, um danach für die Widrigkeiten und Hindernisse des Lebens besser gerüstet zu sein und Ängste zu verlieren, begeisterte Aldridge. 

Seine Ableitung des Konzepts führte zu einer Art Resilienz-Trainingsprogramm für den Geist und zu 43 sehr unterschiedliche Herausforderungen (unterteilt in körperliche, geistige und soziale Aufgaben, die Aldridge – anfangs weniger, später deutlich mehr – zwangen, seine Komfortzone zu verlassen. Sich eben auch dann wohl oder zumindest ok zu fühlen, wenn die Rahmenbedingungen alles andere als gemütlich sind. Die ‚Challenges‘ im Buch sind motivierend, sehr abwechslungsreich und können leicht nachgemacht werden. Da die Komfortzone bei jedem Menschen eine andere Form hat und die jeweils außerhalb liegenden Ängste auch völlig unterschiedlich sind, rate ich dir dazu, eine eigene – auf dich angepasste – Liste zu erstellen und einfach passende Vorschläge von Aldridge mitaufzunehmen. 

Mein Fazit

Mir hat das Buch super gefallen: es hat die richtige Balance zwischen Entertainment und Ernst, animiert zum Nachdenken (sich eigene Herausforderungen zu überlegen macht viel Spaß) und ist sehr praxisorientiert. Wenn du neugierig geworden bist, lade dir doch hier die kostenlose Leseprobe runter. 

Titelbild: Photo by Richa Sharma on Unsplash

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