Zum Übermensch werden mit Wim Hof

Eine meditative Praxis der ganz anderen Art ist das Programm von Wim Hof. Früher hätte ich wahlweise laut gelacht oder fassungslos den Kopf geschüttelt, wenn mir jemand gesagt hätte, dass eine Morgenroutine vom mir ungefähr so aussehen kann:

  1. Ca. 30 Mal wie ein Wahnsinniger tief ein- und ausatmen und am Schluss die Zeit stoppen, wie lange ich mit einem Atemzug nach der letzten Ausatmung auskomme.
  2. Dreimalige Wiederholung von Schritt 1.
  3. So viele Liegestütze nach der letzten Ausatmung in der letzten Atemrunde machen wie möglich, ohne Luft zu holen. Alternativ oder ergänzend dazu kann auch eine Abfolge von Dehnübungen gemacht werden.
  4. In die Dusche gehen und für einige Minuten so kalt wie es geht abbrausen (oder falls möglich ganz ins kalte Wasser steigen).

Wahnsinn? Jep, aber auch unglaublich befriedigend, denn folgende (subjektive) Effekte stellten sich bei mir ein:

  • Gute Laune und sofortige Wachheit.
  • Höhere Energie, Motivation und Fokus tagsüber.
  • Stärkung des Immunsystems (seit ich das Programm vor 2 Jahren begonnen habe, war ich nicht mehr erkältet).
  • Ökonomisierung der Atmung (interessanterweise führt die angelei- tete Hyperventilation dazu, dass man tagsüber mit deutlich weniger Atemzügen auskommt).
  • Stolz auf die eigene Leistung und Zufriedenheit (du wirst es nicht glauben können, wie lange du völlig problemlos die Luft anhalten kannst und wie viele Liegestütze du schaffst). Die erstaunlichen Ergebnisse der Methode sind schon länger im Visier der Wissenschaft, und in klinischen Studien wurde bewiesen, wofür es bei eigener Anwendung keinen Beweis braucht. »Feeling ist understan- ding«, wie Wim sagen würde.