Same Same But Different – Einblicke in die Rituale sehr erfolgreicher Menschen

„beyond all thoughts,
beyond all emotions and physical form,
in the stillness of the silence,
we discover who we really are.
life is the ceremony.
how we live it is the sacred ritual“

Wind Hughes

Früher habe habe ich gleiche Tagesabläufe und sich immer wiederholende Routinen für langweilig gehalten. Dabei schaffen Rituale Struktur, geben Halt und helfen, deine (kreative) Energie für die wirklich wichtigen Aufgaben des Tages einzusetzen. Das Buch ‚Daily Rituals‘ von Mason Curry war vor einigen Jahren ein Augenöffner für mich. Niemals hätte ich gedacht wie ritualisiert die Tagesabläufe einiger der bekanntesten und erfolgreichsten Menschen waren und immer noch sind.

Mittlerweile weiß ich aus dem persönlichen Vorher-Nachher, wie unglaublich befreiend es ist, nicht auf alle Mikrofragen des Tages ständig neue oder wechselnde Antworten zu finden: wann stehe ich auf? was ziehe ich an? was esse ich zum Frühstück? wie lange arbeite ich heute am Stück? wie komme ich zur Arbeit? 1.000 Fragen, 10.000 Variationsmöglichkeiten, unendlicher Energieeinsparung durch gleiche Abläufe und Antworten.

Nachfolgend einige kurze und vogelwild-gemischte Beispiele der Tagesrituale sehr bekannter (und sehr unterschiedlicher) Menschen. Viel mehr und wesentlich ausführlichere Beispiele findest du im erwähnten Buch.

Ernest Hemingway
Hemingway war – man höre und staune – Frühaufsteher und nutzte die Ruhe des Morgens um sich nicht gleich der Hektik des späteren Tages auszusetzen. Sofort bei Sonnenaufgang fing er an zu schreiben und hörte erst dann auf wenn er seine Ziel an Wörtern für den Tag erreicht hatte. Erst danach war es Zeit für die ersten Drinks.

Ernest Hemingway

Tony Robbins
Der bekannte Autor, Motivator und Life Coach behauptet, man habe kein Leben, wenn man nicht 10 Minuten in der Früh in sich selbst investieren kann. Robbins‘ eigene Morgenroutine folgt einem ‚Priming‘ genannten Ritual bestehend aus drei Schritten:
1.) 3 Sätze à jeweils 30 Atemzügen nach der ‚Technik‘ Kapalbhati Pranayama.
2) Mit geschlossenen Augen und ruhigen Atem wird an alles gedacht für das man dankbar ist
3) Ein abschließendes kurzes Gebet in dem man um Hilfe und Kraft bittet

Wolfgang Amadeus Mozart
Mozart komponierte jeden Abend von 23 Uhr bis 1 Uhr nachts. Danach schlief er fünf Stunden und stand am nächsten Tag bereits um 6 Uhr morgens wieder auf.

„Get up early and go straight to work, making a cup of coffee if you like but not doing much else before sitting down.”

Autor Mason Curry über die wichtigste Erkenntnis aus seinem Buch ‚Daily Rituals‘ in welchem er die Routinen sehr erfolgreicher Menschen zusammen getragen hat

Oprah Winfrey
Oprah Winfrey beginnt jeden Tag mit 20 Minuten Meditation. Danach kommt sie in 15 Minuten auf dem Laufband ordentlich ins Schwitzen und geht anschließend ‚in sich‘ zum Beispiel in Form eines längeren Spaziergangs. Ihre Morgenroutine wird abgerundet durch ein gesundes, protein- und ballaststoffreiches Frühstück.

Benjamin Franklin
Franklins Tagesablauf ist sehr gut detailliert überliefert. Er stand jeden Tag gegen 5 Uhr auf und begann den neuen Tag damit sich selbst zu fragen, was heute Priorität haben sollte. Anschließend arbeitete er in zwei vierstündigen Blöcken und nahm sich zwischen 18 und 21 Uhr Zeit um gründlich über den vergangenen Tag zu reflektieren. Sein Tag endete mit der Frage, was er an diesem Tag Gutes vollbracht habe.

Gerhard Richter
Richter steht jeden Tag um 6:15 Uhr auf und kümmert sich zunächst um das Familienfrühstück bevor er von 8 Uhr bis 13 Uhr in seinem Atelier arbeitet. Nach dem Mittagessen arbeitet er in einer zweiten Arbeitssession bis zum frühen Arbeit.

Jack Dorsey
Der Gründer von Twitter und Square steht jeden Tag um 5:30 Uhr auf und meditiert. Im Anschluss geht Dorsey auf 6 Meilen laufen.

Warren Buffett
Laut eigenen Angaben verbringt der wohl beste Investor aller Zeiten 80 Prozent seines Tages damit zu lesen, stolze 500 Seiten pro Tag. Laut Buffett bringt das Investieren in die eigene Bildung stets die beste Rendite und ist der Grundpfeiler seines Erfolgs.

Ludwig van Beethoven
Das Musikgenie stand sofort im Morgengrauen auf und machte sich sofort an die Arbeit. Sein ‚Frühstück‘ bestand aus schwarzem Kaffee den er mir größter Sorgfalt selber zubereitete. Nach getaner Arbeit und dem Mittagessen nahm er sich Zeit für einen langen Spaziergang bevor die meisten Abend in Gesellschaft im Theater oder Tavernen verbrachte. Spätestens um 22 Uhr ging er zu Bett.

Ingmar Bergman
Der weltberühmte Regisseur und Drehbuchautor antwortete 1964 in einem Interview auf seine eigene Frage „Do you know what moviemaking is?“ mit „Eight hours of hard work each day to get three minutes of film.“ Seine eigene Routine sah so aus: aufstehen um 8 Uhr in der Früh, von 9 Uhr bis 12 Uhr schreiben und anschließend gab es immer das gleiche Mittagessen bestehend aus Sauermilch, Erdbeermarmelade und Cornflakes. Nach dem Mittagessen arbeitete er von 13 Uhr bis 15 Uhr weiter, gefolgt von einem einstündigen Nickerchen. Der Rest des Tages bestand aus einem längerem Spaziergang und Abenden in Gesellschaft oder vor dem Fernseher.

Was sieht deine Morgen- und Abendroutine aus? Welche Rituale helfen dir tagsüber? Hinterlasse mir einen Kommentar.

P.S.: Das Buch mit vielen weiteren Beispielen zu den Ritualen erfolgreicher Menschen (eine sehr gute Zusammenfassung des Buches findest du auch hier):

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