FEBRUAR 2021 – SCHÖNHEIT SUCHEN

Woraus besteht die Challenge?

Auf der Wissenswelle geht es viel um persönliche Entwicklung, um Herausforderungen (zu suchen und anzunehmen) und natürlich um das lebenslange Lernen. In der Suche nach einer besseren Version von sich selbst kann viel Schönheit und Klarheit liegen. 

Die Schattenseite ist der rastlose Versuch sich selbst zu optimieren – nicht aus Liebe zum Prozess der eigenen Entwicklung sondern aus der Furcht abgehängt zu werden. Einem unrealistischen Idealbild hinterher zu hecheln macht erst recht keinen Spaß wenn nicht eigene Standards zählen, sondern Neid die Triebfeder des eigenen Handelns ist. Die (sozialen) Medien tun ein Übriges für den ungesunden Vergleich mit anderen Menschen. Ständig ist jemand reicher, cooler, mutiger und kreativer. 

Um nicht den Blick für das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren, (in meinem Fall ein erfülltes und aufregendes Leben zu führen ohne mir irgendwann den Vorwurf zu machen zu können, hinter meinem Möglichkeiten geblieben zu sein oder ständig Sätze mit “Hätte ich damals nur …” zu beginnen) ist es hilfreich, längere Pausen einzulegen und Schönheit, Müßiggang und Tagträumereien zuzulassen. 

 

Meine monatliche Herausforderung im Februar liegt genau darin. Mich auf die Suche nach Schönheit zu machen und nicht jede Minute des Tages Produktivität zu suchen wie ein Junkie den nächsten Schuss. Jeden der 28 Februartage möchte ich mir etwas Schönes gönnen, den Blick über den Tellerrand des Tages heben und für ein paar Minuten oder Stunden loslassen. 

Schönheit in den Alltag zu integrieren, sieht bei jedem Menschen anders aus. Es kann bedeuten, ein Gedicht wie das nachfolgende von Rainer Maria Rilke zu lesen, dem österreichischen Wortakrobaten. Es kann bedeuten, ein ganzes Album einer guten Band durchzuhören statt bei Spotify ständig von Lied zu Lied zu springen. 

Filme ansehen, Romane lesen, Landschaften bewundern, Kunst entdecken, träumen …., der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Hauptsache es geht um reine Schönheit und nicht um zweckorientiertes Handeln. 

Wenn es nur einmal so ganz still wäre - Rainer Maria Rilke

Wenn es nur einmal so ganz stille wäre.
Wenn das Zufällige und Ungefähre
verstummte und das nachbarliche Lachen,
wenn das Geräusch, das meine Sinne machen,
mich nicht so sehr verhinderte am Wachen -:

Dann könnte ich in einem tausendfachen
Gedanken bis an deinen Rand dich denken
und dich besitzen (nur ein Lächeln lang),
um dich an alles Leben zu verschenken
wie einen Dank.

 

Quelle: Das Stundenbuch; Erstes Buch – Das Buch vom mönchischen Leben (1899)

Meine Buchempfehlung passend zum ausgewählten Gedicht:

Meine Frage an dich

Wie integrierst du Schönheit in dein Leben? Schreib mit eine Email an max@wissenswelle.com 

Titelbild von Free-Photos auf Pixabay 

Junge mit Gitarre von Free-Photos auf Pixabay 

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