Eine Frage, die sich jeder Sportler stellen sollte // Buchempfehlung: The War of Art

“We must do our work for its own sake, not for fortune or attention or applause.”

Steven Pressfield

Ausnahmen bestätigen die Regel, zumindest im Profibereich. Es gibt erfolgreiche Athleten, die ihre Sportart nicht mal mögen, ja sie geradezu hassen. Sie (oder ihr Umfeld) haben einfach früh erkannt, dass sie ein begnadetes Talent im Tennis, Fußball, Basketball, Football, Schwimmen, Rudern oder Bogenschießen besitzen. Nach vielen Jahren harter Arbeit werden sie dann manchmal tatsächlich Profisportler und verdienen damit ihr Geld. Professionelle Herangehensweise: Ja. Ehrliche Leidenschaft: Fehlanzeige. Das ist legitim, aber ist das erstrebenswert? 

Der Autor Steven Pressfield gibt in seinem bemerkenswerten Buch The War of Art’ (siehe Buchbesprechung weiter unten) den Rat, territorial – ein Gebiet (zum Beispiel die eigene Lieblingssportart) zu besetzen für das man wirklich brennt – statt hierarchisch – man widmet sich einem Thema aus kühler Rationalität, weil man sich Geld und Status erhofft – zu denken und zu handeln. Die folgende Frage entlarvt deine Motive: 

Wenn es für eine hierarchische Herangehensweise keine Grundlage gäbe (also kein Status und keine Kohle), würdest du immer noch deine Sportart ausüben? 

Wenn die Antwort ja ist, gehörst du IMMER zu den wahren Gewinnern – egal ob sich deine Anstrengungen irgendwann tatsächlich in bare Münze umwandeln lassen oder nicht. Ist die Antwort nein solltest du entweder sofort die Sportart wechseln oder zumindest mit deinen materiellen („schon geil so ein Porsche“) oder immateriellen („boah, schon wieder 150 Follower mehr“) Entschädigungen zufrieden sein. 

Das Buch 'The War of Art' von Steven Pressfield

Schon nach den ersten 50 Seiten wusste ich, dass ‚The War of Art‘ von Steven Pressfield ein Buch sein würde, was ich in den nächsten Jahren häufiger lesen werde. Ich empfehle es jedem, der vor einem größeren Projekt steht, öfters prokrastiniert oder mit schlechtem Bauchgefühl in einer Arbeit (oder in einer Sportart) festhängt, die nicht das ist, was man sich mal erträumt hat. 

Das Buch ist in drei große Blöcke aufgeteilt in denen die Antworten zu drei wesentlichen Fragen gegeben werden: 

  • Teil 1: Was dich bislang von deinem ‚Auftrag‘ abhält, als Mensch etwas zu erschaffen? 
  • Teil 2: Wie du ein professionelles Mindset entwickelst und täglich gewinnbringend für dich einsetzt? 
  • Teil 3: Wie du den großen Bogen spannst zwischen deiner Arbeit und dem Sinn des Lebens? 
 
Lass dich nicht vom Titel täuschen: das Buch ist keinesfalls nur für zarte Künstlerseelen gedacht, die zwar immer von ihrer Kunst und ihrer Berufung reden, aber nicht ins Machen kommen. Das ‚Art‘ im Titel steht sinnbildlich für jedes größere Projekt oder Thema von dem du weißt dass du es a) eigentlich machen solltest / möchtest und / oder b) dieses schon zu lange aufschiebst. 

Über den Autor: 

Steven Pressfield ist ein erfolgreicher Autor von Drehbüchern, Sachbüchern, Romanen und historischen Büchern. Sein erstes Buch ‚Die Legende von Bagger Vance‘, welches er nach vielen Jahren der Prokrastination 1995 fertigstellt, wurde ein großer Erfolg und im Jahr 2000 von Regisseur Robert Redford verfilmt. 

Nachfolgend noch eine gute Video-Zusammenfassung des Buchs: 

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Ausgewählte Bücher von Steven Pressfield:

Titelbild: Photo by Kelly Sikkema on Unsplash

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