Weiterbilden

Bild von Tom und Nicki Löscher auf Pixabay

„Those people who develop the ability to continuously acquire new and better forms of knowledge that they can apply to their work and to their lives will be the movers and shakers in our society for the indefinite future.”

Brian Tracey (amerikanischer Sachbuchautor)

Mein Onkel hat nach überstandenen Abitur zu mir gesagt: „Wir feiern jetzt auch den Moment in dem du so breitgefächert gebildet bist wie nie wieder in der Zukunft. In deinem weiteren Leben wirst du dich auf einzelne Wissensbereiche spezialisieren, die du in deinem späteren Beruf brauchen wirst“. Ohne dass er es 1998 wissen konnte, lag er falsch.

In den über 20 Jahren die seit der zittrigen Abgabe meiner letzten Abiturprüfung vergangen sind, hat sich sich monumentales ereignet. Das Internet ist von einer ganz nützlichen Technik (wer kennt eigentlich noch AOL und Internetcafés?) zu einer weltweiten Supermacht geworden ohne die quasi nichts mehr geht.

„Das Internet ist ein der Allgemeinheit offenstehendes, auf vielfältige Weise nutzbares weltweites Netz von miteinander verbundenen Computern.“

Die Definition klingt harmlos, die Auswirkungen sind es nicht. Das Internet ist verantwortlich für eine Wissens- und Informationsrevolution, die so komplex und vielschichtig ist, dass ich selbst den Versuch einer ungefähren Beschreibung lieber demütig unterlasse. Allerdings kann ich definitiv sagen dass das Internet und die damit verbundenen Möglichkeiten der Weiterbildung und des Wissenserwerbs mein Leben völlig verändert haben. Das ist auch der Grund warum die Aussage meines Onkels nicht zutraf und für jeden wissenshungrigen Mensch in der heutigen Zeit nicht zutreffen kann.

Mein Abiturwissen war breitgefächert, aber es war eben auch eine externe Stelle die vorgab was wie wann gelernt werden sollte. Der Begeisterung für das Lernen war das nicht gerade förderlich zumal einem in der Schule niemand sagt wie man eigentlich lernt zu lernen. Statt jahrelang Stoff reingehämmert zu bekommen, wäre ein Kurs über Meta-Lernen für Schüler und Lehrer ein Segen gewesen. Künftigen Schülergenerationen wünsche ich neben einer anderen Fächerzusammensetzung auch, dass ihnen Lektionen, Techniken und Denkweisen aus Büchern von Barbara Oakley , Ken Robinson oder Gabriel Wyner vermittelt werden – und das so früh wie möglich.

Mein persönlicher Befreiungsschlag in Sachen Wissen und Weiterbildung kam erst mit der Entscheidung mich nach einigen Jahren als Angestellter selbständig zu machen. Die Fähigkeit sich schnell vielfältiges Wissen anzueignen war plötzlich innere Motivation – ich schaffe das – und nicht mehr von außen vorgeschrieben.

Neben zahllosen Büchern – ich verneige mich tief, O Münchner Stadtbücherei – waren es vor allem der kostenlose Zugang zu „globalem Wissen“ über digitale Plattformen sowie Youtube und Podcasts, die mein Wissen (und meine Lust auf der Erwerb darauf) exponentiell ansteigen ließen. Über die Notwendigkeit von lebenslangem Lernen muss nicht mehr hingewiesen werden. Mit der Zeit gehen ist nicht nur für die eigene Lebensfreude gut sondern auch für den ökonomischen Erfolg entscheidend.

Ich hoffe, dass ich dich mit dem einen oder anderen Eintrag im Menüpunkt ‚Weiterbilden‘ deine Lust wecken kann, zusätzliches Wissen zu erwerben, welches interessant und bestenfalls nützlich für dich ist.